Mythos und Wahrheit: Schadet vegane Ernährung dem Körper?

Die Ernährung ist immer wieder Mittelpunkt der Wissenschaft und wilder Theorien. Nach einigen Experten soll man lediglich drei Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen, andere schwören auf viele kleine Mahlzeiten. Außerdem soll es besser sein, mittags die Kohlehydrate zu verputzen, aber abends Salat zu essen ist ebenfalls nicht sehr förderlich für den Körper – insbesondere den Magen und die Verdauung.

Selbstverständlich bleibt die vegane Ernährung von derlei Mythen und Halbwahrheiten nicht verschont. Gerade die sehr reduzierte, auf Gemüse und Hülsenfrüchte sowie Getreide beschränkte Ernährung soll zur Mangelversorgung im Körper führen, da wichtige Nährstoffe zum Großteil über Fleisch und Fisch aufgenommen werden.

Mit unter sollen sogar körperliche Schäden auftreten, wenn man sich streng nach veganer Ernährung ernährt – vor allem bei Kindern und Schwangeren sei das Risiko von Folgeschäden hoch. Andererseits sollen Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Veganer seltener unter Krebserkrankungen leiden. Heilt uns also der Veganismus vor lebensverkürzenden Krankheiten?


Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte


Zum größten Teil haben die vielen Mythen und Geschichten rund um vegane Ernährung einen funken Wahrheit. Tatsächlich kann (!!) der vegane Lebensstil bezüglich der Ernährung eine Mangelerscheinung hervorrufen. Dies geschieht aber vorrangig dann, wenn die Ernährung nicht ausgewogen ist – und dies kann auch bei herkömmlicher Ernährung vorkommen.

So kommen vor allem Omega3-Fettsäuren (in Fisch und Meerestiere) und Vitamin B-12  (Milchprodukte) bei Veganern zu kurz. Allerdings gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativprodukte zu Milch, Joghurt und Fleisch, die diesen Missstand im Körper wieder ausgleichen. Viele Veganer schwören beispielsweise auf den Verzehr von Algen oder die Einnahme von algenhaltigen Tabletten. Man muss daher nicht zwangsläufig auf eine Unterversorgung zu steuern, wenn man sich vegan ernährt.

Laut einiger Forscher soll der hohe Konsum von Fleisch und Milchprodukten unter anderem zu einem erhöhten Cholesterinspiegel, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Der Verzicht auf tierische Lebensmittel soll helfen, diese Krankheiten zu vermeiden – ja, sogar bei Impotenz, Demenz und Gicht soll sich die vegane Ernährung positiv auswirken. Und tatsächlich soll laut verschiedener Untersuchungen das verminderte Krebsrisiko beziehungsweise die Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf die vegane Ernährung zurück zu führen sein.

Insbesondere aufgrund dessen, dass sich Veganer mit viel Gemüse und Obst ernähren und im Allgemeinen gesünder leben. Einen 100 % Schutz vor Krebs und Demenz sowie anderen Erkrankungen hat man sicherlich nicht, nur aufgrund der veganen Ernährung. 


Wie gesund ist eine vegane Ernährung? Viele Antworten auf Ihre Fragen.

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