Paprika, rot, gelb, grün - Herkunft und Verwendung

Paprika - Foto: Hiero - pixelio.de
Paprika - Foto: Hiero - pixelio.de

Paprikaschoten existieren in unzähligen Variationen. So verschieden Form, Farbe, Größe und Geschmack, so vielseitig ihre Verwendung. Die meisten sind rot oder grün. Die rote Paprika ist die reife Version der grünen, die - eben weil nicht ausgereift - weniger süß schmeckt. aber es gibt auch gelbe, organge- oder purpurfarbene bis hin zu fast schwarzen Sorten.

In puncto Geschmack unterscheidet man: süß, pikant und die Sorten, die getrocknet und zu Paprikagewürz oder Paprikamark, zu Taabasco oder Cayenne verarbeitet werden. Verantwortlich für den scharfen Geschmack ist der Bitterstoff Capaicin, der in Trennwänden und Samen enthalten ist. Er regt die Blutzzirkulation an, wirkt bei Fieber und schlechter Verdauung, während die süßen Sorten hinsichtlich ihres Vitamin-C-Gehalts sogar den Zitrusfrüchten Konkurrenz machen.

Paprikas unterscheiden sich in Form und Farbe


Pimiento Morron - Auch unter dem Namen "morro de vaca" Ochsenmaul bekannt.  Fast die Hälfte aller weltweit kultivierten Paprikaschoten sind Varianten von Morron. Viel Fruchtfleisch und milder, süßer Geschmack zeichnen diese Schote aus. Vor der Reife geerntet, ist sie grün, danach aber von intensivem Rot. Aufgrund ihrer harten Haut eigenet sie sich gut zum Rösten. Sie wird aber auch frittiert, im Ofen gebacken oder konserviert.

Pimiento italiano - Die schlanken grünen Schoten gehören in die Gruppe der süßen Paprika und sind von starkem Aroma und süßem Geschmack. Ihr Fruchtfleisch ist knackig, die Haut dünn, meist werden sie gebraten oder als Beilagen serviert.

Pimiento Lamuyo (Rojo) - Die ausgereifte rote Paprikaschote gehört ebenfalls zur Gruppe der Morrones und liefert viel Vitamin A und C. Sie ist groß und dickfleischig, mit glatter Haut - perfekt fürs Braten im Backofen.

Pimiento del Piquillo - Die zu den beliebtesten Paprika zählenden kleinen, intensiv roten dreieckigen Schoten sind nur etwa zehn Zentimeter groß. Die Besten stammen aus Lodosa in Navarra. Trotz milden Geschmacks haben sie eine pikante Note. Die Saison für Pimientos del Piquillo ist nur kurz, zwischen September und Dezember, deshalb findet man sie überwiegend als Konserve auf dem Markt. Schmeckt gebraten, in Tortillas, mit Knoblauch und Öl.

Riojaner Freuden - An den fruchtbaren Ufern des Ebro in Navarra, Rioja und Aragon kultiviert man auch die Cornicabra, die Riojanos und eine Abart der Guindilla, die sich wegen ihres scharfen Geschmacks "alegrias riojanes" (Riojaner Freuden) nennt.

Pimiento verde de Gernika - Obwohl im Baskenland verschiedene Sorten angebaut werden, soll die kleine grüne, angenehm schmeckende Paprikaschote die Beste sein. Sie ist schmal, länglich, dreieckig und kein bisschen scharf. Geschützt wird sie durch deas Gütesiegel "Gernikako-Piperra-Pimiento de Gernika". Auf kleinem Feuer gebraten und mit Salz bestreut, ein wahrer Leckerbissen.

Pimientos de Padron - Die nur ein paar Zentimeter großen grünen Schoten stammen aus Galicien. Und sind tückisch:  Es soll immer eine scharfe dabei sein. In der Regel gilt: Je größer, desto schärfer. Sie werden in Olivenöl gebraten und mit grobem Salz bestreut, als Tapa serviert.  

Nora - Die runde, kleine dunkelrote Paprikaschote wird getrocknet angeboten. Vor ihrer Verwendung wird sie entweder in kaltem Wasser eingeweicht, dann lässt sich das Fruchtfleisch herauskratzen - oder sie wird in der Pfanne geröstet und dann im Mörser mit ein wenig Salz zerstoßen. Unerlässlich in Reisgerichten wie etwa der Paella oder in der Salsa Romescu.

Guindilla - Kleine, längliche, spitz zulaufende Paprikaschote, rot, gelb oder grün. Reich am Scharfmacher Capaicin. Die Schote  gibt es frisch, getrocknet oder in Essig konserviert.

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