Warum vegan leben? Essen ohne Fleisch ist möglich !

Warum vegan leben?   Essen ohne Fleisch ist möglich !
Kleine Ferkelchen - angieconscious-pixelio.de

Fleisch zu essen bedeutet auch eine massive Schädigung von Mensch, Tier und Umwelt.  Es sind nicht ausschließlich ethische oder moralische Gründe, die gegen den immensen Fleischkonsum sprechen.  Die Gülle aus der Schweinemast in ein großes Problem für unser Grundwasser.  Vergessen wir nicht die Tierquälerei und den Import von Futtermitteln, für den Regenwälder in Südamerika abgeholzt werden.   Die industrialisierte Tierhaltung ist zu einer gigantischen Maschinerie mutiert, an denen abertausende von Gewerbetreibenden profitieren.  Das Tiere leiden und gequält werden, spielt in diesem Business nicht mal mehr eine untergeordnete Rolle.  

Bauernhof-Romantik war gestern

Schön, ein Foto von kleinen süßen Ferkelchen zu sehen.  Leider entspricht dieses Bild nicht der Realität, die Sie heute in den Zuchtbetrieben finden werden.  Es ist nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen vegetarisch oder vegan leben möchten.   Heute werden die Sauen nur noch besamt, längst nicht mehr von einem Eber.  Der dient nur noch dazu, die Sauen zu stimulieren. Mit der Plastikpipette wird dann das Sperma eingeführt.  Eine Ampulle gibt es pro Tier, sie kostet ca. 2,50 Euro, 12 bis 13 Ferkel sind das Ziel pro Sau.  

Schließlich müssen 39 Kilogramm Schweinefleisch pro Bundesbürger für den Verzehr produziert werden. Dazu kommen weitere 22 Kilo Fleisch von Rindern, Hühnern und Puten.  Das ist der durchschnittliche Konsum eines Deutschen pro Jahr gesehen.  Die Tier - und Fleischproduktion ist zu einem der produktivsten Bereiche der Landwirtschaft geworden.  Längst spricht man von Masse statt Klasse.   Diese exzessive Verfügbarkeit hat ihren Preis.  Die Tiere zahlen ihn.  Der Konsument nicht.  Was erwartet jemand, der Schweinenackensteaks zum Preis von ca. 3 Euro kaufen kann? Qualität ?  Wohl eher nicht.  

Was läuft da schief?

Der Widerstand wächst bei den Konsumenten.  In den letzten 10 Jahren sind immer mehr Menschen vom Fleischkonsum abgekommen und ernähren sich vegetarisch oder vermehrt auch vegan.   Die Frage , die sich viele stellen: ist diese Fleischproduktion richtig?  Kann man Tiere wie Massenware produzieren? Vor allen Dingen: darf man es?   Eine Sau im Zuchtbetrieb landet spätestens nach 5 oder 6 Jahren im Schlachthof.  Sie gilt dann als unproduktiv.  Ihre normale Lebenserwartung läge bei ca. 15 Jahren. Aber was ist heute noch normal?   Auch die Ferkel leben nach einem strikten Plan.  Die ersten 28 Tage dürfen sie bei ihrer Mutter bleiben, anschließend kommen sie in den Aufzuchtsstall, hier müssen sie täglich 400 g an Gewicht zulegen, um dann nach einem vorbestimmten Rhythmus ebenfalls in der Schlachterei zu landen.  Den Ebern werden, damit sie keinen Geruch verströmen, die Hoden entfernt.  Ohne Betäubung! Erst ab 2019 soll diese Praxis geändert werden.   Manche Schweinerassen legen so schnell an Gewicht zu, ob der Mästung, dass das Skelett entwicklungstechnisch nicht mitkommt. Dann brechen die Beine, weil das tier sich selbst zu schwer wird.

Das Produkt Fleisch kommt von lebenden Tieren

Durch die exzessiven Zuchtbedinungen müssen Antibiotika eingesetzt werden. Jedem Fleischkonsumenten sollte dies bewusst sein.  Nach der letzten Auswertung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und

Lebensmittelsicherheit spirzten und verfüttern deutsche Tierärzte 1734 Tonnen Antibiotika , geschätzt mehrals doppelt so viel, wie den Bundesbürgern im gleichen Zeitraum verschrieben und verabreicht wurde.  Manche Schweine bekommen die Präperate 60 Tage hintereinander ins Futter. Viele Ferkel erhalten bereits direkt nach der Geburt ein Langzeit-Antibiotikum.  Viele Tierärzte verteilen die Arzneimittel routinemäßig und vorbeugend - obwohl das streng verboten ist.  Natürlich verdienen auch die Tieräzrte reichlich an diesem Procedere.  Es besteht kein Zweifel, dass diese Vorgehensweise im höchsten Maße gefährlich ist.   Je höher Antibiotika dosiert werden, umso größer ist die Gefahr von Resistenzen.  Auf diese Weise droht die schärfste Waffe im Kampf gegen viele Infektionskrankheiten stumpf zu werden.

Es wird weniger Fleisch konsumiert

Wenn wundert es , ob dieser Mißstände, dass immer mehr Menschen über ihren Fleischkonsum nachdenken und diesen zumindest reduzieren.  Immerhin sind 60 Prozent der Deutschen mittlerweile bereit, zumindest weniger Fleisch zu essen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Vegetarier in den letzten 7 Jahren verdoppelt. Auch die Zahl der Flexitarier, also die Leute, die bewusst wenig Fleisch essen, steigt kontinuierlich.   Vergessen sollte man auch nicht die Tatsache, dass das Fleisch, dass Sie in den Kühlregalen liegen sehen, in Wahrheit viel teurer ist. Der Steuerzahler zahlt die milliardenschweren Subventionen, und hinterher muss die Allgemeinheit noch für die Beseitigung der Schäden etwa im Grundwasser oder für steigende Geshundheitskosten aufkommen.   Kein Wunder, dass sich vermehrt ehemalige Fleischkonsumenten die Frage stellen: Warum nicht vegan leben?

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